Häufige Fragen

Alles Wichtige zur Pferdephysiotherapie – Ablauf, Kosten, Indikationen und Nachsorge.

Was macht ein Pferdephysiotherapeut?

Ziel der Pferdephysiotherapie ist es, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Pferdekörpers wiederherzustellen und Schmerzen zu reduzieren. Dabei analysiere ich Ihr Pferd umfassend und suche nach Ursachen, statt nur Symptome zu behandeln.

Die Untersuchung dauert etwa 1 bis 1,5 Stunden und umfasst das ausführliche Gespräch mit Ihnen als Besitzer, die Bewegungsanalyse, die Überprüfung der Ausrüstung sowie die detaillierte Untersuchung von Gelenken, Wirbeln und Muskulatur.

Wann benötigt mein Pferd einen Physiotherapeuten?
  • Taktfehler oder häufiges Stolpern
  • Sattelprobleme, die sich z. B. in Rückenproblemen widerspiegeln
  • Steifigkeiten sowie Probleme mit Stellung und Biegung
  • Kreuzgalopp bzw. falsches Anspringen im Galopp
  • Abwehrreaktionen: Steigen, Buckeln, Treten, Ausschlagen, Beißen
  • Widersetzlichkeit gegen die Reiterhilfen
  • Plötzlicher Leistungsabfall oder Muskelprobleme
  • Schiefhalten des Schweifs, Probleme mit der Losgelassenheit
  • Lahmheiten – nach vorheriger tierärztlicher Abklärung
  • Rehabilitation nach Stürzen, Verletzungen oder Operationen
Wie läuft eine Behandlung ab?

Die Erstaufnahme beinhaltet ein ausführliches Gespräch mit Ihnen, die Befunderhebung, eine Tastuntersuchung, die Haltungs- und Gangbildanalyse, den Materialcheck von Sattel, Zäumung und Gebiss sowie die individuelle Therapie – abgerundet durch einen Reha- bzw. Trainingsplan.

Der Ersttermin dauert mindestens 1,5 Stunden, Folgetermine etwa 30 bis 45 Minuten.

Wie bereite ich mein Pferd auf den Termin vor?

Ihr Pferd sollte am Behandlungstag möglichst nicht unmittelbar vorher gearbeitet werden und nicht verschwitzt sein. Bitte putzen Sie es nicht direkt vor dem Termin – das Putzen wärmt die Muskulatur auf, sodass auffällige Temperaturunterschiede der Haut nicht mehr überprüft werden können. Eine Decke sollte ca. 30 Minuten vor dem Termin abgenommen werden.

Für die Untersuchung brauchen wir einen ruhigen, möglichst ungestörten und gut beleuchteten Bereich, idealerweise mit Steckdose in der Nähe, sowie für die Ganganalyse eine Fläche mit hartem, ebenem Boden. Während der Behandlung sollte eine Person anwesend sein, die das Pferd kennt.

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Nach der Behandlung sollte Ihr Pferd 48 Stunden nicht gearbeitet werden, sich aber möglichst frei bewegen dürfen – stellen Sie es auf die Wiese oder den Paddock. Die intensive Behandlung kann, wie bei uns Menschen, einen Muskelkater hervorrufen; Ihr Pferd bewegt sich eventuell etwas steif und „ungelenk".

Sie erhalten von mir Dehnungs- und Mobilisationsübungen sowie einen individuellen Reha- bzw. Trainingsplan. Beim Folgetermin überprüfen wir die Erfolge und passen den Plan an.

Was kostet eine Behandlung?

Die Erstbehandlung mit kompletter Grunduntersuchung kostet 180 €, Folgebehandlungen ca. 90 €. Hinzu kommen Anfahrtskosten von 0,50 €/km. Die Zahlung erfolgt in bar beim Termin.

Bei Terminen über 30 km Entfernung sollten nach Möglichkeit mindestens 2–3 Pferde behandelt werden – schließen Sie sich gern mit anderen Einstallern zusammen.

Warum wird der Sattel angesehen?

Erfahrungsgemäß passen sehr viele Sättel nicht richtig. Ein schlecht sitzender Sattel ist eine der häufigsten Ursachen für Bewegungseinschränkungen, Rücken- und Muskelprobleme. Deshalb gehört die Sattelanalyse fest zur Grunduntersuchung. Sollte sich zeigen, dass die Ursache bei Sattel, Zaumzeug oder Hufen liegt, sollte die Problematik zuerst mit dem entsprechenden Kollegen (Sattler, Hufschmied etc.) besprochen und beseitigt werden.

Warum ist die Zahnkontrolle wichtig?

Zahnprobleme führen zu Folgeproblemen im gesamten Bewegungsapparat: Mit Schmerzen im Maul kann Ihr Pferd keine wirklich entspannte Muskelarbeit verrichten. Eine regelmäßige Zahnkontrolle durch den Fachmann ist daher eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg.

Ersetzt die Physiotherapie den Tierarzt?

Nein. Eine physiotherapeutische Maßnahme kann eine tierärztliche Behandlung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Lahmheiten sollten immer zuerst vom Tierarzt abgeklärt werden. Meine Arbeit versteht sich als unterstützende Maßnahme im Verbund mit Tierärzten, Osteotherapeuten, Sattlern, Hufschmieden und Reitlehrern.

Ihre Frage war nicht dabei?

Schreiben Sie mir einfach – ich beantworte Ihre Fragen gern persönlich.